Unsere Chronik

1929

Im Herbst gründete der von Großkuchen nach Königsbronn gezogene Franz Ganzenmiller mit seinen Freunden Anton Mailänder und Anton Forner eine Musikkapelle. 17 musikfreudige Männer der Gemeinde schlossen sich ihnen an. Um Instrumente kaufen zu können, mußten große finanzielle Schwierigkeiten überwunden werden. Instrumente wurden gekauft, doch wer sollte die Ausbildung übernehmen? Franz Ganzenmiller gelang es schließlich, Musikdirektor Hans Marey aus Heidenheim als Dirigent zu gewinnen.

Mitgliedsbeitrag: 3,00 RM pro Jahr

1930

26.01. Schon nach einigen Monaten fleißigen Probens konnte ein erstes kleines Konzert gegeben werden, das großen Anklang in der Bevölkerung fand. Auf dieser Veranstaltung gelang es, mit einem Schlag 171 passive Mitglieder zu gewinnen. Ein Riesenerfolg für die damaligen Initiatoren.

16.02. Bei der 1. Generalversammlung wählten die Mitglieder den Königsbronner Kaufmann Gottfried Schleh zum 1. Vorsitzenden.

1931

In den darauffolgenden Jahren ging es eher abwärts anstatt aufwärts. Durch die wirtschaftlich schlechte Lage und die große Arbeitslosigkeit konnten viele passive Mitglieder den Monatsbeitrag von 25 Pfennig nicht mehr bezahlen und einige Musiker mußten das Musizieren aufgeben.

1934

Trotzdem nahm die Musikgruppe bei den Musikfesten und Wertungsspielen teil. Sie errang mit einer Besetzung von nur zehn Mann die Note «vorzüglich».

1938

Im Mai war es endlich soweit. Die Musiker erhielten ihre erste Uniform. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange. Mit Kriegsbeginn wurden mehr als die Hälfte , später nahezu alle Aktiven zum Kriegsdienst eingezogen.

Der 2. Weltkrieg unterbrach das frohe Musizieren und die Geselligkeit für mehr als sechs Jahre. Einige Kameraden kehrten nicht mehr zurück. Eine schmerzliche Lücke war entstanden. Sämtliche Instrumente waren durch die Kriegswirkung vernichtet. Das Kriegsende brachte für jeden große Schwierigkeiten mit sich. Hier fragten sich nun die Verbliebenen, hat es einen Sinn, überhaupt noch einmal anzufangen? Ja, es hatte einen Sinn!

1946

Es wurde eine Versammlung im Vereinslokal «Adler» abgehalten und beschlossen, die Vereinsarbeit und das Musizieren wieder aufzunehmen. Die neu gewählte Vorstandschaft bestand aus Franz Ganzenmiller, Anton Mailänder und Hans Hittelmaier. Vor allem zeichneten sich wieder finanzielle Probleme ab, die nur mit größtem persönlichem Einsatz bewältigt werden konnten.

Glücklicherweise übernahm Musikdirektor Marey wieder die musikalische Leitung, so daß bereits zu Weihnachten 1946 - mit Genehmigung der Militärregierung, - das erste öffentliche Konzert möglich war. Die Genehmigung mußte Georg Scheerer in Ulm per Fahrrad einholen.

1947

Nun übernahm Dirigent Hackspacher die Kapelle. Er verstand es, seine Musikalität auf die Musiker zu übertragen und so war es möglich, beim Bundesmusikfest in Aalen in der Kunststufe zu spielen.

1952

Um das Fortbestehen zu sichern, gründete der Verein eine Jugendkapelle mit 19 Jugendlichen.

1954

Bei dem 25-jährigen Gründungsfest konnte der Musikverein mit seinem Vorsitzenden Franz Ganzenmiller zufrieden auf die vergangenen Nachkriegsjahre blicken. Überhaupt wurden diese Festtage zu einem schönen Erfolg.

Der Verein in Zahlen:

Mitgliederzahl : 24 Aktive, 16 Auszubildende, 195 Passive

Mitgliedsbeitrag: 3,60 DM pro Jahr

1955

Es übernahm der erst 26-jährige Ernst Kolb das Amt des 1. Vorsitzenden. Eine neue Ära begann. In diesem Jahre war es erstmals nach Kriegsende möglich, eine Uniform in Auftrag zu geben. Außerdem konnte der neue Vorsitzende die Musikerfamilie zur ersten Auslandsreise der Vereinsgeschichte einladen. Es ging nach Arzl in Tirol. Mit der dortigen Musikkapelle erlebten die Reisenden schöne Stunden. Die begonnene Verbindung wurde jedoch nicht weiter gepflegt.

1957

Vielmehr besuchte die Trachtenkapelle Kolbnitz/Kärnten den Musikverein Königsbronn. Das Treffen kam durch den dortigen Kapellmeister und Komponisten Joseph Pfeiffer zustande, der in Itzelberg Verwandte hatte. Die enge, teilweise herzliche Freundschaft zwischen den beiden Musikkapellen, die durch mehrere Treffen auch unter den jüngeren Musikern gefestigt wurde, besteht bis zum heutigen Tage.

1958

Im Herbst verließ Dirigent Bernhard Hackspacher den Verein. Kurt Lange, seit 1951 1. Trompeter in der Kapelle, übernahm den Taktstock. Sein musikalisches Einfühlungsvermögen, verbunden mit einer vorbildlichen Kameradschaft, gab dem Verein neue Impulse

1959

Als der Musikverein 1959 seinen 30. Geburtstag feierte, stellte Kurt Lange bereits bei dem Jubiläumskonzert die positive Entwicklung unter Beweis.

Der Verein in Zahlen:

Mitglieder: 33 Aktive, 185 Passive

Mitgliedsbeitrag: 4,00 DM pro Jahr

1965

Die Musiker wurden zu Rundfunkaufnahmen nach Stuttgart eingeladen. Etwa zur gleichen Zeit begann man mit den Bauplatzvorbereitungen für das geplante Vereinsheim im Rößlegarten, ein entscheidender Abschnitt in der Geschichte des Vereins.

1966

Aus der damaligen Aktiven Kapelle entstanden die «Original Brenzquell-Buam», eine 10 Mann starke Bläsergruppe, die bis in die Gegenwart besteht, und die mit ihren Melodien und Klängen nicht nur in der näheren Umgebung bekannt ist.

Mit dem Musikerheim hatte sich der rührige und aktive Vorsitzende Ernst Kolb eine Menge Arbeit und viele Probleme aufgeladen, die jedoch mit viel Ausdauer und Zähigkeit gemeistert werden konnten und mit der Einweihung Mitte 1966 ein Ende fanden. Einen Tag vor der Einweihung nahm die Kapelle Abschied vom Probenlokal «Gasthaus zum Adler», das 36 Jahre den Musikverein beherbergte. Herzlichen Dank wurde dem Besitzer Karl Vollmer zuteil.

1968

Es konnte trotz angespannter Vereinskasse eine weitere Reise nach Kolbnitz angetreten werden, um bei dieser Gelegenheit die Freunde zum 40-jährigen Jubiläum einzuladen.

1969

In diesem Jahr konnte der Musikverein Königsbronn auf 40 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Dies wurde mit einem großen Festbankett entsprechend gefeiert. Am Sonntag fand dann ein Sternmarsch, der im Rößlegarten endete, statt. Hier sollte das Jubiläum mit einem fröhlichen Gartenfest ausklingen. Leider wurde dies durch den plötzlichen Tod des Vorsitzenden und Bürgermeisters Sepp Moser aus Kolbnitz jäh beendet. Während eines Musikvortrags - er blies Baß - erlag er einem Herzschlag. Ein Schock für alle, war er doch Mitinitiator der guten Freundschaft unter den beiden Vereinen und ein guter, vorbildlicher Kamerad. Es war schmerzlich, wie Sepp Moser aus unserer Mitte gerissen wurde.

Der Verein in Zahlen:

Mitglieder: 34 Aktive, 235 Passive

Mitgliedsbeitrag: 6,00 DM pro Jahr

1971

Ernst Kolb gab nach 16 Jahren die Vereinsleitung ab. Der Nachfolger Kurt Breiter mußte mit einer völlig neuen Mannschaft beginnen.

1974

Nach einer Übergangszeit übernahm Dieter Vogt die Leitung des Vereins

1974, 1975 und 1978 gab es weitere Partnerschaftstreffen mit der Kapelle Kolbnitz, die auch zum 50-jährigen Jubiläum ihrem Besuch ankündigte.

1975

Es konnte endlich der Unterricht der dringend notwendigen Jugendkapelle beginnen, die erstmals von Erwin Schürle in Zusammenarbeit mit Dirigent Kurt Lange ausgebildet wurde.

1978

Im Mai führte die Freundschaft des Musikvereins zu einer Gemeindepartnerschaft «Reisseck (Kolbnitz) - Königsbronn», die auf allen Ebenen ausgebaut und intensiviert wurde.

1979

14.06.- Der Musikverein feierte sein 50-jähriges Jubiläum.Es wurde mit einem

17.06. Festprogramm begangen, dessen Höhepunkt der «Große Zapfenstreich» im Klosterhof war. Am Festumzug nahmen ca. 40 Kapellen und Gruppen teil.

Der Verein in Zahlen:

Mitgliederzahl : 25 Aktive, 27 Auszubildende, 304 Passive

Mitgliedsbeitrag : DM 18,0 pro Jahr, Auszubildende DM 5,0 pro Monat

1981

Bundespräsident Prof. Dr. Carstens erreichte auf seiner Wanderung quer durch Deutschland auch Königsbronn. Der Musikverein begleitete ihn auf seinem Weg von der Ziegelhütte zum Rathaus. Dieter Vogt und Hans Brand gaben ihren Vorsitz, den sie seit 10 Jahre innehatten, ab. Sie hatten in diesen Jahren auf allen Gebieten hervorragend Arbeit geleistet.

27.05. Werner Frey und Roland Schürle wurden zum 1. und 2. Vorsitzenden gewählt. An Pfingsten ging es wieder einmal in die Partnergemeinde Reisseck, um den 50. Geburtstag der Trachtenkapelle Kolbnitz zu feiern. Es waren schöne und erlebnisreiche Tage, in denen die Freundschaften gepflegt wurden.

1983

16.06. Helmut Fischer und Ulrich Gühring wurden zum 1. und 2. Vorsitzenden gewählt. Herr Fischer erklärte, daß das Ziel unter seiner Vorstandsschaft eine zielstrebige Jugendarbeit sein werde.

Bürgermeister Karl Burr wurde 60 Jahre alt. Die Kapelle spielte ihm ein Ständchen. Als Dank stiftete Frau Burr die erste neue Uniform für den Musikverein.

1985

Das Königsbronner Rathaus mit seiner schönen Barockfassade wurde 100 Jahre. Zu diesem Anlass marschierte die Kapelle in ihren neuen Bergmannsuniformen zum Rathaus und gab dort ein Konzert. Allen voran der «Vogte Dieter» mit seinem gestifteten Schellenbaum.

Zum ersten Mal fand die Weinachtsfeier in der Ostalbhalle statt. Nach dem hervorragenden Konzert durfte Herr Fischer unseren Dirigenten Kurt Lange für 50 Jahre aktive Musikertätigkeit ehren.

1986

Heute hatte das «Herwartstein Echo» seinen ersten Auftritt. Die Gruppe besteht bis zum heutigen Tage.

Pfingsten stand erneut ein Besuch in Reisseck an. Diesmal wurde die Reise mit dem Zug angetreten. Die Musiker gaben dort unter ihrem Dirigenten Kurt Lange ein Konzert von hohem Niveau. Herr Fischer lud im Namen der Gemeinde zur 700 Jahr Feier ein.

Auf der Heimfahrt wurde im Zug sowie auf dem Münchner Hauptbahnhof fröhlich musiziert. Die Reisenden waren im Gegensatz zur Bahnpolizei begeistert.

24.10.- An diesen beiden Tagen wurde in der Ostalbhalle die erste Schallplatte des

25.10. Musikvereins unter ihrem Dirigenten Kurt Lange aufgenommen. Auf der Weihnachtsfeier wurde Kurt Lange von Bürgermeister Karl Burr zum Musikdirektor ernannt.

1987

Es wurde wieder mit dem Aufbau einer neuen Jugendkapelle begonnen. Die Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen der Gemeinde wurden maßgeblich vom Musikverein und der Trachtenkapelle Kolbnitz mitgestaltet.

1988

Der Musikverein feierte seine 30-jährige Freundschaft mit dem Musikverein Kolbnitz in Reisseck. Die Musiker unseres Vereins zeigten in diesen Tagen wieder ihr Können, sogar für das österreichische Fernsehen.

1989

12.05.- Erstes Deutsches Bundesmusikfest in Trier. Unter 438 Kapellen vertraten die

15.05. Königsbronner als einzige die Farben unseres Landkreises. Die Königsbronner Musiker waren «Spitze». Beim Wertungsspielen in der Oberstufe erspielten sie einen «ersten Rang». Bei der Marschmusikwertung erreichten sie sogar die höchste Bewertung, einen «ersten Rang mit Auszeichnung».

23.09.- Der Musikverein feierte sein 60-jähriges Bestehen. Das vom Blasorchester

24.09. unter Leitung von Musikdirektor Kurt Lange vorgetragene Konzert bewies erneut die Klasse der Musiker. In einem Festakt wurden die noch lebenden Gründungs-mitglieder Georg Scheerer, Matthäus Maurer, Reinhold Mattes, Heinrich Widmann und Anton Forner geehrt.

Einen Sonderapplaus erhielt die gute Seele des Musikvereins Dieter Vogt, der für das Blasorchester neue Notenverkleidungen spendierte.

Der Verein in Zahlen:

Mitgliederzahl: 38 Aktive, 11 Jungmusiker, 367 Passive, 36 Ehrenmitgl.

Mitgliedsbeitrag : 25,00 DM pro Jahr, Auszubildende 20,00 pro Monat

1990

12.01. Herr Fischer stellte sein Amt zur Verfügung. Der Verein dankte ihm für seine geleistete Arbeit.

09.03. Erste Unterrichtsstunde im Musikerheim für die angehenden Jungmusiker. Es begannen 45 Jungen und Mädchen.

21.04. Harald Schweikert ( 23 Jahre ) wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

03.10. Am Tag der Deutschen Einheit fand vor dem Königsbronner Rathaus eine Feierstunde statt. Der Musikverein umrahmte diese besondere Festveranstaltung.

1991

Beim Kinderfest in Königsbronn hatte die Jugenkapelle ihren ersten Auftritt. Sie waren sehr aufgeregt, doch haben sie ihre Aufgabe unter ihrem Dirigenten Uwe Lang mit Bravour gemeistert.

1992

Auf der Weihnachtsfeier erhielt Dieter Vogt die Ehrennadel des Blasmusik-verbandes in Gold für 40 Jahre aktive Tätigkeit.

1993

Zum 2. Mal fand die Saisoneröffnung der «Original Brenzquell Buam» in der Ostalbhalle statt. An diesem Abend stellten sie 12 eigene Kompositionen vor, die auf ihrer neuen CD zu hören sind. Der Erlös dieses tollen Abends wurde der Jugendarbeit des Musikvereins zur Verfügung gestellt. Seitdem gehört diese Veranstaltung zum festen Bestandteil des Jahresprogramms.

28.05.- 60-jähriges Jubiläum der Trachtenkapelle Kolbnitz. Die Blaskapelle des

31.05. Musik-vereins Königsbronn unter Leitung von Musikdirektor Kurt Lange trug wesentlich zum Gelingen des Festes bei. Sie umrahmten die Totengedenkfeier, bliesen am Pfingstsonntag zum Wecken und am Nachmittag führten sie den Festzug an. Am Abend sorgten die Brenzquell Buam für Bombenstimmung.

Das Fest der Feste stand ins Haus. «Die Weihnachtsfeier», bei der unser lang-jähriger Musikdirektor Kurt Lange sein offizielles Abschiedskonzert gab. Eine 35-jährige Dirigenten-Ära ging zu Ende. Er war ein «aufrechter, gelegentlich kantiger Dirigent, der die alten preußischen Tugenden pflegte und der sehr erfolgreich gewesen ist». Kurt Lange wurde zum Ehrendirigenten ernannt. Die Jugendkapelle, deren Mitglieder sich erst seit 3 Jahren in der Instrumental-ausbildung befanden, gab unter der Leitung ihres Dirigenten Uwe Lang ein exzellentes Konzert. Mit dem flotten «Florentiner Marsch» nahm Kurt Lange offiziell Abschied und Uwe Lang übernahm den Dirigentenstab aus der Hand des 1.Vorsitzenden Harald Schweikert. An dieser Stelle muß auch einmal die Theaterspielgruppe erwähnt werden, die bereits seit den «fünfziger Jahren» in wechselnder Besetzung an den Weihnachtsfeiern auftrat. Mit ihren liebevoll aufgeführten Volksstücken ernteten sie immer viel Beifall. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt.

1994

Im April haben sich nochmals 12 Jugendliche für die musikalische Ausbildung im Musikverein entschieden.

Auf Einladung unseres ehemaligen Kassierers und jetzigen Bürgermeisters von Aichtal Klaus Herzog fuhr der Musikverein zum dortigen Sommerfest.

Hier zeigten sich unsere Musiker unter Leitung von Dirigent Uwe Lang einmal mehr von ihrer besten Seite und begeisterten die zahlreichen Gäste.

13.11. Mit einem Konzert in der Klosterkirche betrat der Musikverein absolutes Neuland. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wurde ein Auftritt mit konzertanter Blasmusik in einer Kirche durchgeführt. Über den großen Zuspruch durften sich die Musiker und ihr Dirigent Uwe Lang freuen. Die Klosterkirche hat eine gute Akustik und der Klangkörper des Orchesters kam voll zur Geltung. Es gab sehr viel Beifall und zum Abschluß «Standing Ovations».

1995

16.05. Ein «Vollblutmusiker» hat uns verlassen.»Dieter Vogt lebt nicht mehr».Mit ihm verlor der Musikverein einen treuen Kameraden. Wir werden ihn nie vergessen.

Kreismusikfest in Nattheim. An diesem Tag hatte unsere Jugendkapelle mit ihrem Dirigenten Uwe Lang einen großen Auftritt. Sie erreichten beim Jugendkritikspiel die Bestnote «sehr gut».

In diesem Jahr fand das traditionelle Schlachtfest erstmals in der Ostalbhalle statt. Es war eine gelungene Veranstaltung, die bis zum heutigen Tag in dieser Form beibehalten wurde.

Unsere Musiker zeigten auch bei dem zweiten Kirchenkonzert ein hohes Niveau. Dirigent Uwe Lang hatte wieder ein breit gefächertes Programm mit Werken konzertanter Blasmusik aus Klassik bis hin zum Pop zusammengestellt. Die Zuhörer haben dieses Konzert genossen und mit viel Beifall bedacht.

So kurz vor Heiligabend wurde die Weihnachtsfeier sehr selten abgehalten. Trotzdem fanden sich genug «Heinzelmännchen» am Morgen in der Ostalbhalle ein, um diese weihnachtlich zu schmücken. Unsere Musiker warteten mit einem ausgewogenen Programm auf. Die 1994 gegründete Jugendgruppe gab erstmals eine Kostprobe ihres Könnens.

Der Verein in Zahlen

Mitgliederzahl: 46 Aktive, 26 in der Jugendkapelle, 11 in der Jugengruppe.

402 Passive und 35 Ehrenmitglieder.

Mitgliedsbeitrag: 25,00 DM pro Jahr, Auszubildende 20,00 DM pro Monat

1996

19.04. In diesem Jahr begann wieder eine Gruppe von ca 20 Jugendlichen mit der Ausbildung. Zusätzlich wurde ein Grundkurs für Blockflöte eingeführ, an dem 4 Kinder teilnahmen.

20.o4.- Saisoneröffnung mit 30-jährigem Jubiläum der «Original Brenzquell

24.04. Buam». Es kamen weit über 1000 Besucher und feierten kräftig mit. Es präsentierte sich die aktuelle Besetzung sowie auch eine traditionelle Blasmusikbesetzung, bestehend aus ehemaligen Mitgliedern der Gruppe, die sich eigens noch einmal für dieses Jubiläum zusammengefunden hatten. Beide Gruppen wurden von den begeisterten Zuhörern mit viel Beifall bedacht.

21.10. Der «Verein zur Förderung der Königsbronner Blasmusik» wurde gegründet. Der Zweck dieses Vereins ist die ideelle und finanzielle Unterstützung des Musikvereins, vor allem im Bereich der Förderung der jungen und aktiven Musiker

Nach wochenlangen intensiven Proben fanden sich die Musiker zum 3. Mal in der Klosterkirche ein. Um ihre Zuhörer mit einem gelungenen Konzert zu begeistern. Die Auswahl der aufgeführten Titel wie z.B. Melodien aus «Phantom der Oper» sowie die «Feuerwerksmusik» stellte doch sehr hohe Anforderungen an die Musiker. Deren Leistung kann nicht hoch genug bewertet werden, wenn man bedenkt, dass die Mehrzahl der 48 Orchestermitglieder Jugendliche unter 18 Jahren sind, die von ihrem Dirigenten Uwe Lang für dieses Konzert motiviert werden konnten.

Eröffnet wurde die Weihnachtsfeier von der Jugendkapelle, unterstützt von den Musikern der neu gegründeten Jugendgruppe, die erst im Oktober mit der Instrumentalausbildung begonnen haben. Dirigiert wurden die «Young Stars» von Thorsten Ehm. Danach trat Uwe Lang ans Dirigentenpult. Es wurde ein gelungener Abend mit vielen musikalischen Höhepunkten.

1997

Schon seit einigen Jahren fährt der Musikverein einmal im Jahr nach Aichtal, dort ist Klaus Herzog Bürgermeister. In diesem Jahr wirkten unsere Musiker beim Frühjahrskonzert mit. Sie boten sehr anspruchsvolle Konzertmusik.

16. 11. Zum 4. Mal in der Vereinsgeschichte fand das Kirchenkonzert statt. Es wurden vorher vermehrt Proben abgehalten und den Musikern wurde höchster Einsatz abverlangt.

Der erste und für die meisten der absolute Höhepunkt war die dramatische Phantasie Op.4 «Titanic». Durch die überragende Leistung der Königsbronner Musiker und ihres Dirigenten Uwe Lang konnten sich die Zuhörer in dieses Tongemälde bestens hineinversetzen, was die traurige Stille nach dem Untergang widerspiegelte. Erst dann gab es einen langanhaltenden tosenden Applaus.

In diesem Jahr wurde bereits mit der Weihnachtsfeier um 19.00 Uhr begonnen. Zum erstenmal dabei waren die Flötenkinder mit ihren Ausbildern. Voller Stolz trugen sie ihre Weihnachtslieder vor. Dann trat die Jugendgruppe unter der Leitung von Thorsten Ehm und die Jugendkapelle unter der Leitung von Uwe Lang auf. Im Moment sind über achtzig junge Musiker in der Ausbildung. Natürlich war auch die Aktive Kapelle mit hervorragender konzertanter Blasmusik unter ihrem Dirigenten Uwe Lang dabei. Wie in jedem Jahr gab auch die Theatergruppe wieder ihr Bestes.

1998

Am heutigen Sonntag stand das Wertungsspielen in Sontheim auf dem Programm. Es wurde ein «sehr gut - gut» in der Oberstufe erspielt.

16.05. Heute ging es zum Wertungsspiel zum Landesmusikfest nach Ehingen. Auch unsere Kapelle nahm am Wertungsspiel teil, wobei in der Oberstufe gespielt wurde. Beim sogenannten Stundenchor, bei dem es gilt, innerhalb von 1 Stunde Probezeit ein Stück zur Aufführung zu bringen, stand die «Celebration Overture» von Kees Vlak auf dem Programm. Es war ein anspruchsvolles Stück, dass aber den Königsbronner Musikern sehr gut lag. Beim Selbstwahlstück «Firmament» von Rolf Rudin hat das Zusammenspiel wieder hervorragend geklappt. Uwe Lang verstand es prächtig das Orchester zu führen, so dass die Note «sehr gut - gut» erreicht wurde.

28.08.- 40 Jahre Freundschaft zwischen «Trachtenkapelle Kolbnitz» und dem

30.08. Musikverein Königsbronn. 20 Jahre offizielle Partnerschaft der Gemeinden Reißeck und Königsbronn. Der Höhepunkt war der «Festakt» und der «Kärtner Abend» in der Ostalbhalle. Es wurden wieder wunderschöne Stunden miteinander verbracht und man freut sich auf ein Wiedersehen.

Zum 5. Mal veranstaltet der Musikverein sein Konzert in der Klosterkirche. Das Orchester unter der Leitung von Dirigent Uwe Lang präsentiert sich erneut auf sehr hohem Niveau. Viel Spass hatten die Musiker bei dem Medley «Cats». Die Zuschauer bedankten sich für das wirklich tolle Konzert mit stehenden Ovationen beim Orchester und seinem Dirigenten.

Der Verein in Zahlen:

Mitglieder: 49 Aktive, 32 in der Jugendkapelle, 18 in der Jugendgruppe, 36 Blockflöten, 296 Passive und 35 Ehrenmitglieder

Mitgliedsbeitrag: 25,00 DM pro Jahr / Auszubildende 20,00 DM pro Monat

1999

1.05. Der sagenhafte Albuch veranstaltete das erste «Open Air der Blasmusik» in Bartholomä. Auf zwei Bühnen wechselten sich die 7 Kapellen aus den Gemeinden mit Nonstop - Konzerten ab, was schließlich in einem gemeinsamen Mega - Konzert der rund 300 Musikerinnen und Musiker endete. Dass das «Open Air» der Blasmusik keine Eintagsfliege war, bestätigte das Publikum durch tosenden Beifall. Man darf sich sicher auf eine Fortsetzung freuen.

«70 Jahre Musikverein Königsbronn»

Die Königsbronner Musikerinnen und Musiker feierten ihr Jubiläum mit einem etwas anderen «Festabend». Über 100 Musiker zeigten beim «Abend der Blasmusik» in der Ostalbhalle das breite Spektrum ihres Könnens. Bei diesem Konzert wirkten alle Gruppen, Ensembles und Orchester des Vereins mit. Angefangen von den Blockflöten - Kids, über das Schlagzeug - Ensembles bis hin zur Jugendkapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Uwe Lang und dem Jugendorchester, das von Andreas Mayer dirigiert wurde. Beeindruckend und würdevoll war im Anschluß an das Konzert der «Große Zapfenstreich», der von der «Aktiven Kapelle» vor dem Rathaus gespielt wurde. Dieser wurde von zwei Ehrenformationen der freiwilligen Feuerwehr Königsbronn und der Stabskompanie der «Panzergrenadierbrigade 30» aus Ellwangen begleitet.

Das Jugendblasorchester fuhr zum Jugendkritikspiel nach Bolheim. Es wurde in der Mittelstufe das Stück «Celebration Overture» von Kees Vlak gespielt. Die spieltechnischen Anforderungen der Komposition wurde in allen Registern sicher bewältigt. Unter der exzellenten, dynamischen Stabführung ihres Dirigenten Uwe Lang erreichten sie die Bestnote «sehr gut».

30.10. - Anlässlich seines 70 - jährigen Jubiläums begab sich der Musikverein auf eine

01.11. Kulturfahrt nach Hamburg. Am Sonntagmorgen stand ein Platzkonzert auf der Promenade beim Hamburger Fischmarkt auf dem Programm. Die Zuschauer, die sehr zahlreich erschienen waren, waren begeistert und es gab viel Beifall. Am Abend wurden dann die Musical «Cats» und «Das Phantom der Oper» besucht. Es war für alle ein erlebnisreiches Wochenende.

In dieser Chronik konnten nicht alle Auftritte des Musikvereins aufgeführt werden. Zur Information eine Übersicht über die jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen:

  • Saisoneröffnung der Brenzquellbuam
  • Maibaum aufstellen
  • 1. Mai 6 Uhr Weckruf
  • Maikundgebung
  • 4 Kinderfeste
  • Gartenfest
  • Straßenfest
  • Schlachtfest
  • Volkstrauertag
  • Kirchenkonzert erstmals 1994
  • Waldweihnacht in Zang
  • Weihnachtsfeier
  • Weihnachtsliederspielen in den verschiedenen Ortsteilen am Heiligen Abend

Es wird viel für die Weiterbildung getan. Jedes Jahr schickt der Musikverein einige seiner Jugendlichen auf Weiterbildungslehrgänge. Es gibt außerdem jedes Jahr ein Probenwochenende der Jugendkapelle und der Aktiven.

Sicherlich darf der Musikverein Königsbronn an dieser Stelle stolz auf diese 70 Vereinsjahre zurückblicken. Er denkt dabei insbesondere an die Männer und Frauen, die durch unermüdliches, oft aufopferndes Wirken den Verein unterstützt, am Leben erhalten und nach besten Kräften gefördert haben. Es gab wie in jedem Vereinsleben Höhen und Tiefen. Probleme aber wurden durch Zusammenhalt und eine gute Kameradschaft getragen und immer gemeistert. Aus der Gemeinde Königsbronn ist der Musikverein nicht mehr wegzudenken.